Mode - gestern, heute, morgen?

                           Woher kommt die Mode und was Bedeutet sie

 

 

Mode kommt aus dem Französischen und stammt vom lat. modus "Art und Weise" ab. Der Begriff wurde das erste Mal im 17. Jahrhundert in Frankreich verwendet.

Allgemein: der schneller als der Stil einer Epoche sich wandelnde Geschmack in Kultur, Zivilisation und Lebensweise. Unter Mode in der Kleidung versteht man den schnellen Wechsel der Bekleidung und ihres Beiwerkes in Schnitt, Form, Farbe und Material. Merkmal: Irrationalität der Änderung. Soziologisch u. psychologisch fußt Mode auf dem Neuerungsstreben, aber auch auf einer Verschränkung der Motive von Anpassungsstreben und Absonderungssucht. Erfolg und Mißerfolg der Mode hängt von der Fähigkeit ab, Bedürfnisse zu erkennen, Bedarf zu wecken und zu decken. Weil der Mensch seinen Körper und seine Bekleidung weitestgehend als Einheit sieht, ist er durch Mode ansprechbar: er akzeptiert oder lehnt die Botschaft der Mode ab. Mode ist der persönliche Freiraum des Menschen, sich der Gesellschaft anzupassen oder sie über die Ausdrucksformen der Bekleidung abzulehnen. Da Bekleidung (im Gegensatz zum Körper) oft und leichter ohne großen Aufwand veränderlich ist, bietet die Mode dem Menschen eine einfache Möglichkeit, sein Erscheinungsbild zu verändern.

Mode (im engeren Sinne) bezieht sich auf das äußerliche Erscheinungsbild des Menschen, in erster Linie auf seine Bekleidung, aber auch auf Frisuren, die Art des Schminkens, auf Beiwerk wie Schuhe, Strümpfe und Handtaschen. Mode wird zum Spiegelbild innerer Vorgänge und des Entwicklungsstandes der jeweiligen Kultur. Mode ist daneben auch ein Spiel: Hineinschlüpfen in eine wandelbare zweite Haut. Erprobung der eigenen Wirkung auf andere, die elementare Lust am Kostümieren, Verkleiden, Verstecken.
Am Beginn einer Moderichtung stehen stets (politische, wirtschaftliche,...) Auseinandersetzungen. Der Modewechsel vollzieht sich in immer kürzer werdenden Zeitabschnitten. Die Industrie ist daran sehr interessiert. Sie greift lenkend ein, um den Konsum und damit die Wirtschaft zu beleben. Der Abbau starker sozialer Unterschiede, die Angleichung der Lebensbedingungen in Stadt und Land, die technische Entwicklung, die ständige Senkung von Bildungsschranken haben Mode heute weitgehend zum Allgemeingut werden lassen. Außerdem führte die Angleichung der Geschlechterrrolle und die Ähnlichkeit moderner Lebensbedingungen von Mann und Frau zur Annäherung der Damen- an die Herren-Mode und umgekehrt (lange Hosen der Damen - Rüschen, Falten und Schleifen bei Herrenhemden; Kurzhaarfrisuren der Mädchen - langes Haar der jungen Männer). Mit Zunahme der Freizeit spielte Freizeitmode eine immer größere Rolle.

 

Da einersetis ein grundlegendes Interesse des Menschen an Einheit und Gleichheit aber andererseits ein Interesse an Veränderung und Besonderheit besteht, spricht man vom Dualismus in der Mode. Es ist ein ständiges Hin- und Her zwischen Nachahmung und Abgrenzung.
Die Mode ermöglicht dem Einzelnen, sich einer Gruppe Gleichgestellter, die sich von anderen Gruppen abgrenzt, anzuschließen. Wird diese Gruppe positiv bewertet, dann wird auch das Individuum seine eigene Identität positiv bewerten.

höhere Schule  Gruppe  Ms Samira

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